Chor- und Theatertage 2005


Rund ging’s beim „Familienkrach im Doppelhaus“

Volks-Chor-Laienspieler begeisterten an zwei Theaterabenden

Mit zwei rundum gelungenen Aufführungen begeisterten die Laienspieler des Volks-Chors ihr Publikum anlässlich der diesjährigen Chor- und Theatertage am 29. und 30. Oktober im evangelischen Gemeindehaus.

Der 1.Vorsitzende Hans-Jürgen Siffling konnte an beiden Abenden ein bis zum letzten Platz besetztes Haus begrüßen und freute sich, dass diese seit 2004 anstelle einer Winterfeier neu konzipierte Veranstaltung eine derart hohe Resonanz verzeichnen kann.

Unter der Regie von Ronald Stoll, der selbst viele Jahre beim Volks-Chor Theater gespielt hatte, wurde in diesem Jahr der Dreiakter „Familienkrach im Doppelhaus“ von Dieter Adam zur Aufführung gebracht.

Und dieser Krach begann im wahrsten Sinne des Wortes bereits im ersten Akt, als sich die befreundeten Ehepaare Willi und Lore Wacker, dargestellt von Hans-Jürgen Siffling und Heidemarie Siffling, sowie Heini und Hilde Rauscher, gespielt von Rainer Weinmann und Ulrike Herbold nach einem gemütlichen Sonntagskaffee im gemeinsamen Garten, der nur durch einen kleinen Holzzaun getrennt ist, ganz gewaltig in die Haare bekommen. Schuld daran ist nur die klatschsüchtige Nachbarin Frau Huber, Marietta Krämer, die es nicht lassen kann, die gemütliche Sonntagsidylle dadurch zu stören, dass sie ihre neuesten Erkenntnisse preisgibt. Sohn Bernd Rauscher, gespielt von Christoph Herbold und Tochter Karin Wacker, dargestellt von Daniela Siffling, sollen ein Paar sein und sich wiederholt getroffen haben. Bei beiden Elternpaaren macht sich spürbare Nervosität breit und führt schließlich soweit, dass die „befreundeten“ Ehemänner sogar mit Gartenstühlen aufeinander los gehen.

Im zweiten Akt registrierten die Zuschauer staunend und lachend, dass der gemeinsame Garten zwischenzeitlich durch eine hohe Backsteinmauer getrennt ist. Weiterhin hat man zwischenzeitlich erfahren, dass die beiden Sprößlinge wohl sogar Geschwister sein könnten, da es vor zwanzig Jahren zwischen den verschiedenen Ehepartnern Beziehungen gegeben hat, die nicht ohne Folgen blieben. Als nun gar der heimliche Verehrer von Karin, Rechtsanwalt von Eschersheim, dargestellt von Fritz Welz, seiner Angebeteten im Wacker-Garten ein Ständchen bringt, kommt es zum Eklat als Willi Wacker den ebenfalls anwesenden Bernd mit Waffengewalt entfernen will. Es fällt ein Schuss und Hilde Rauscher geht zu Boden !

Nachdem Onkel Emil, gespielt von Jürgen Marschar, als Arzt seine Schwester Hilde von ihrer Ohnmacht kuriert hat,versucht Polizeihauptwachtmeister Wend, Karl-Heinz Herbold, im dritten Akt vergeblich den „Mordversuch“ an Hilde aufzuklären. Nach einigem hin und her gelingt es dann schließlich erst Onkel Emil aufzudecken,dass vor zwanzig Jahren sowohl Hilde Rauscher mit Willi Wacker, als auch Lore Wacker mit Heini Rauscher eine kurze Affäre hatte, und dass die Kinder damit keinesfalls Geschwister sein können.

 

 

 

 

 

Damit steht deren Hochzeit nichts mehr im Wege, die Ehepaare vergessen ihren Streit, Polizist Wend hält sich an Frau Huber und als der abgeblitzte Liebhaber von Eschersheim im Vollrausch auch noch die Mauer einreißt, ist das Glück wieder perfekt.

Dieser gelungene Schwank, der von den einzelnen Akteuren hervorragend auf die Bühne gebracht wurde, wurde von einem begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Beifall, Szenenapplaus und entsprechenden Lachsalven belohnt.

Ronald Stoll, der in seinem Schlusswort an beiden Abenden die Spieler persönlich vorstellte, ging auch auf die nunmehr 35jährige Theaterspiel-Tradition der Laienspielgruppe des Volks-Chors ein und dankte neben den Darstellern auch allen Helfern hinter der Bühne. Insbesondere erwähnte er dabei Ottmar Wallenwein, der für den Bühnenbau verantwortlich war und Rainer Weinmann, der das gelungene Bühnenbild geschaffen hatte.

v.l.n.r.: Marietta Krämer, Karl-Heinz Herbold, Ulrike Herbold, Rainer Weinmann, Jürgen Marschar, Fritz Welz, Hans-Jürgen Siffling, Heidemarie Siffling, Christoph Herbold, Daniela Siffling, Ronald Stoll

Man darf nun zu Recht gespannt sein was die Chor- und Theatertage 2006 bringen werden. Denn wie man hört, soll der Familienkrach im Doppelhaus wohl doch noch nicht ganz zu Ende sein

So eine gelungene Veranstaltung bedarf auch einiger Vorbereitung.
Hier nun einige Wenige der guten Geister im Hintergrund, die sich um das Vorbereiten der Speisen, den Aufbau der Tombola, dem Dekorieren der Tische, dem Richten der Bestecke und der ganzen Organisation der Veranstaltung gekümmert haben. Ohne deren Zuarbeit wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen.
Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer!


Peter Fabian und
Ottmar Wallenwein


Peter Fabian


Rosel Wallenwein


Ilse Fabian


Inge Döhner und
Peter Fabian


Inge Döhner


Irmgard Beisel


Fertig!
Die Gäste können kommen.

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