Vereinsausflug 2005


Am Main beim guten Frankenwein
Gelungener Vereinsausflug des Volks-Chors nach Wertheim und Miltenberg

Ankündigung des Ausflugs

Am Sonntag, dem 02. Oktober, trafen sich Aktive, Passive und Gäste des Volks-Chors vor dem Rathaus und starteten um Schlag 08.00 Uhr zum diesjährigen Vereinsausflug an Tauber und Main.

Zunächst ging es mit dem Bus über Mosbach, Buchen, Walldürn, Hardheim und Tauberbischofsheim in Richtung Badisches Frankenland. Auf dieser Fahrt erfuhren die Teilnehmer so einiges Interessantes über den Neckar-Odenwald-Limes, das Bauland – die Heimat des Grünkerns, das Madonnenländchen oder auch den Begriff „Badisch-Sibirien“. Und wer es bis dahin noch nicht wusste, ist jetzt auch darüber informiert, dass eine Römische Kohorte aus rund 600 Soldaten bestand, und dass vor über 1900 Jahren davon je eine in Oberscheidental bei Mudau und in Neckarburken stationiert war.

Um 10.00 Uhr, die Glocken der Stiftskirche begannen gerade zu Läuten, wurde Wertheim am Main erreicht, wo bereits zwei Fremdenführerinnen auf die Volks-Chörler warteten, um ihnen die romantische Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern, Gässchen und Baudenkmälern zu zeigen. Natürlich erfuhren die Ausflugsteilnehmer dabei auch eine Menge über die regelmäßig wiederkehrenden Hochwasser des Mains und der Tauber, und mit Staunen wurde so manche Hochwassermarke an den Häusern und Mauern in Augenschein genommen.

Danach ging es auf einen „Maindampfer“ und mit der „Mozart“ fuhr man die nächsten anderthalb Stunden zuerst in Richtung Wien und nach einem entsprechenden Wendemanöver in Richtung Rotterdam, wie der Kapitän zu Beginn bekannt gab. Bei einem Glas Spessart-Bier oder einem Frankenwein konnte man vom Schiff aus das Maintal bewundern und insbesondere wieder Wertheim bot mit der Ruine der Burg der Grafen von Wertheim vom Main aus einen imposanten Anblick.

Mit dem Bus ging die Fahrt links des Mains entlang dann weiter bis nach Miltenberg. Dabei werden die Spessart-Berge auf der rechten Mainseite von den Odenwald-Bergen der linken Mainseite durch den Fluss getrennt, der sich seinen Weg zwischen ihnen gebahnt hat und nun zwischen Wiesen, Wäldern und Sandsteinwänden dem Rhein entgegen fließt. Neben weiteren Informationen, erfuhren die Reiseteilnehmer nun auch dass das Gebiet um Miltenberg zwischen 1615 und 1629 zu den Haupt-gebieten der Hexenverfolgung in Deutschland gehörte. So mancher spöttische Blick der männlichen Ausflügler auf die weibliche Sitznachbarin wurde dabei mit einem entsprechenden Naserümpfen beantwortet.

In Miltenberg angekommen, war Freizeit angesagt und jeder konnte nach eigener Lust und Laune dieses mittelalterliche Kleinod am Main erkunden. Ob entlang des Maines, durch die Gassen der Altstadt oder oben auf der Mildenburg, überall boten sich neue Eindrücke, und Cafes, Weinstuben oder die Brauerei luden zum Verweilen ein.

 

Um 16.00 Uhr traf man sich schließlich vor der St. Kilian Kellerei, um dort im rustikalen Gewölbekeller, der zum tiefsten Felsenkeller in Miltenberg gehört, einige Frankenweine zu verkosten. Bei dieser Weinprobe, zu der auch ein deftiges fränkisches Vesper serviert wurde, ging es recht fröhlich zu, zumal der Winzer seine hervorragenden Weine nicht nur unterhaltsam beschrieb, sondern auch nicht damit sparte diese in entsprechenden Mengen zur Verkostung auszuschenken. Mit einer kurzen Besichtigung der Bergkeller, die bis zu 100 Meter in den Fels hinein reichen wurde die Weinprobe schließlich abgeschlossen und man machte sich in heiter beschwingter Laune auf den Rückweg.

Durch den abendlichen Odenwald ging die Fahrt über Amorbach und Eberbach wieder zurück nach Bammental, wo man wohlbehalten gegen 20.15 Uhr wieder eintraf. Zuvor hatte der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Siffling noch für die Organisation des Ausfluges durch Ronald Stoll und das „Haus-Reisebüro des Volks-Chors“, das Bammentaler Reisebüro Steinmann, gedankt. Ein gelungener Ausflug, bei dem man wieder viel erfahren, gesehen und genossen hatte, war zu Ende, und Hans-Jürgen Siffling lud schon heute zum Vereinsausflug 2006 ein. Vom 15. bis 18. Juni 2006 wird dieser, nach 14 Jahren, nochmals nach Sachsen führen und Besuche in Dresden, Meißen, Moritzburg, in Radeberg mit seiner Brauerei und in der „Räuberhütte“ enthalten. RS