Sommernachtsfest 2006


 Bombenstimmung bei Bombenwetter

Volks-Chor Bammental lud zum Sommernachtfest ein

Es hat diesmal auf Anhieb geklappt. Ein leidiges Verschieben auf den ersten oder zweiten Ausweichtermin blieb dem Veranstalter erspart. Das traditionelle Sommernachtsfest, das zum festen Termin für Bammental und Umgebung geworden ist, konnte am 24. Juni bei Bombenwetter starten und versetzte die rund tausend Besucher in Bombenstimmung.
Und da war noch etwas an diesem Abend: Kurz vor Beginn des Festes war das entscheidende WM-Spiel gegen Schweden für Deutschland siegreich 2:0 zu Ende gegangen. Wen wundert´s, dass sich junge Leute, und nicht nur diese, mit „Deutschland!“ und dem bekannten Handschlag in Augenhöhe begrüßten.
Die Helfer waren um 20 Uhr auf Posten, die Zapfhähne und Bratöfen waren in Schuss, die Fete konnte beginnen. Anfangs war der Zustrom mäßig. Um 21 Uhr aber setzte der Andrang ein. Erfreulicher Weise waren es viele Jugendliche, die das Fest annahmen.
Zunächst umgarnte der DJ seine Gäste mit Oldies aus den 60-er Jahren. Weil junge Leute sich aber offenbar mit den Rhythmen nicht anfreunden konnten, obzwar diese heute wieder „in“ sind, hielten sie sich eher draußen auf oder pendelten zwischen Schwimmbad und Straße ruhelos hin und her wie auf der Suche nach Unerfindlichem.
Trotzdem hatten die Bierzapfer, der Weinausschank, die Pizzabäcker und die Zubereiter von Hamburgern alle Hände voll zu tun. Auch die eher im Hintergrund agierenden Essensmarken- und Getränkemarken-Verkäufer waren mächtig gefordert.
Mit dem ersten Knall des Brillantfeuerwerks entschlossen sich dann auch die letzten Kleinmütigen auf der Straße, den Eintritt zu wagen. Feuerbälle, Raketenspuren, Sternchenregen und vieles mehr erleuchteten geräuschvoll den Nachthimmel und spiegelten sich feenhaft im Wasser der von Lichtern umrahmten Schwimmbecken, bis der letzte Donnerschlag dem zauberhaften Ereignis ein Ende setzte.
Nach dem Feuerwerk ging es dann richtig zur Sache: Aufrüttelnde Rhythmen der Musik - Disc-Jockey „Transmission“ – sorgten dafür, dass die Tanzfläche überquoll, jeder sich nach seiner Façon ausgelassen bewegte und um Partner warb. An den Tischen ringsum saßen viele, die sich von der Musik einfach nur faszinieren ließen. So schienen es auch diejenigen zu halten, die auf den zahlreichen Bänken unter Bäumen saßen und allein sein wollten.
Die Bar war wie alljährlich belagert. Wer einmal da war, ging so schnell nicht wieder. Bei gedämpftem Licht konnte man flirten oder in Männergesellschaft über Deutschlands Sieg im WM-Achtelfinale fachsimpeln.
Die Stimmung stieg und mit ihr der Geräuschpegel. Eine kleine, aber feine Oase der Ruhe bot die überschaubare Ecke mit Kaffee, Kuchen und Brezeln an.
Um etwa vier Uhr früh wurden auch die Unermüdlichen stiller und entschlossen sich schließlich, die Fete zur verlassen. Genau an der Zeit, denn bald schlug die Stunde der Putzkolonne, die das Waldschwimmbad in seinen Urzustand bringen musste, bevor die ersten Badegäste an diesem sommerlichen Sonntag ihre Rechte in Anspruch nehmen wollten.
Die Helfer waren auch pünktlich zur Stelle. Mit von der Partie Chormitglieder, unterstützt vom Sportschützenverein und dem Schwimmbad-Team. Ihnen gehört der Dank des Veranstalters, der sich bei den morgendlichen Helferinnen und Helfern mit einem kräftigen Frühstück revanchierte. Das Schwimmbad war zu vorgegebener Zeit wieder betriebsbereit.

Dank gebührt auch der Feuerwehr Bammental, der DLRG und dem Roten Kreuz, die für einen ruhigen und ordnungsgemäßen Ablauf des Abends gesorgt haben. Schließlich dankt der Volks-Chor  noch den Mitgliedern, die in selbstlosem Einsatz an allen Fronten dieses wunderbare Fest überhaupt möglich gemacht haben.                                                                                                   E.L.