Chor- und Theatertage 2007


Chor- und Theatertage 2007 waren ein toller Erfolg 

Wahre Lachsalven erschütterten am 03. und 04. November das an beiden Terminen voll besetzte evangelische Gemeindehaus bei den Chor- und Theatertagen 2007 des Volks-Chors.
„Alles nur Theater“ lautete der Titel des Schwankes in 3 Akten, den die Laienspielgruppe des Vereins unter der Regie von Ronald Stoll zur Aufführung brachte, und der bei einem begeisterten Publikum wie eine Bombe einschlug.
Zunächst jedoch stellten sich am Samstag die Chöre des Vereins, der Gemischte Chor unter Leitung von Gerald Drebes und der Frauenchor unter der Leitung von Gerhard Baust, vor und boten einen gelungenen Einblick in die musikalische Arbeit des Vereins. Mit dem Chorsatz „Wir lieben sehr im Herzen“ eröffnete der Gemischte Chor den Abend, um nach der Begrüßung durch den 2. Vorsitzenden R. Stoll „An Hellen Tagen“ zum Vortrag zu bringen. „Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“ wurde danach ebenso mit starkem Beifall bedacht, wie der Klassiker von Udo Jürgens „Heute beginnt der Rest deines Lebens“, mit dem sich der Gemischte Chor verabschiedete.
„Lasset uns singen und fröhlich sein“, das erste Lied des Frauenchors, passte genau zum Motto dieses Abends, und mit „Um uns die schönsten Blumen“ und „In jedem vollen Glase Wein“ konnte die 25 Damen des Frauenchors ihr Publikum nochmals bezaubern, was ihnen mit reichem Beifall belohnt wurde.


Danach öffnete sich der Vorhang für ein Theaterstück, wie es turbulenter wohl nicht sein konnte. Bauer Alfons, Bürgermeister-Stellvertreter und Kulturringsvorsitzender ( Hans-Jürgen Siffling ), versucht mit allen Mitteln sich mehr „Ambiente“ zu verschaffen. Dazu will er im Theaterstück „Der Schöne und das Biest“ die neue Kellnerin im Dorf das Biest spielen lassen, um selbst als „der Schöne“ dabei auf seine Kosten zu kommen. Außerdem soll seine Schwägerin Hilde, die er „liebevoll“ als Uhu bezeichnet, unbedingt aus dem Haus geschafft werden.
Helfen muss dabei sein Freund Heinz ( Rainer Weinmann ), der sich zum Dichter berufen fühlt, und mit seinen zu jedem Anlass passenden Gedichten beim Publikum für Heiterkeits-ausbrüche sorgte.

 

Durch die resolute und sittenstrenge Pfarrköchin ( Hildegard Marschar ), die im Gegensatz zu Hilde aber weis, dass man sich mit Viagra nicht einreibt, sondern dass es geschluckt werden muss, erfährt Agnes ( Heidemarie Siffling ), die Frau von Alfons, aber von dessen Plänen.
Geschickt manövriert sie die Kellnerin aus und inszeniert mit Schwägerin und Tochter eine Bewerbung für die Rolle des Biestes, die bei der dabei geforderten Tanzeinlage die Bühne beben lies. Als sie dann noch ihren Alfons entsprechend umgarnt, hat sie für genügend Ambiente gesorgt und für den armen Alfons beginnen künftig „die 7 mageren Jahre“.
 
Hilde, der bisher sitzen gebliebenen Jungfer ( Marietta Krämer ), die zu gerne auch einen Mann abbekommen würde, gelingt es schließlich Heinz so zu überwältigen, dass er nicht mehr davon kommt und sie,letztendlich sogar noch selbst begeistert, heiratet. Diese Szene gehörte sicherlich zu den Höhepunkten des Stückes und ließ kein Auge trocken.
Aber auch die Pfarrköchin bekommt mit dem Altwarenhändler Franz Pfälzer ( Jürgen Marschar ), der von Heinz versehentlich als Einbrecher niedergestreckt wird, einen Mann, nachdem sie mit ihm, ebenfalls von Heinz aus Versehen mit dem Nudelholz betäubt, eine ganze Nacht im Schrank verbringen musste.
Und noch ein Paar konnte sich am Ende glücklich in die Arme sinken. Eva ( Daniela Siffling), der futuristischen Tochter von Alfons und Agnes, gelingt es den verschüchterten und hilflosen Studenten Hans Grundübel ( Christoph Herbold ) davon zu überzeugen, dass er an seinem Outfit dringend etwas ändern und sich von den langen Unterhosen seines Vaters verabschieden muss. Dass sie sich aus Liebe dann selbst noch in eine attraktive und „normale“ junge Dame verwandelt, gefällt nicht nur Hans, sondern auch Agnes, die sie zuerst nicht mehr erkannt hatte.

Immer wieder Szenenapplaus und Lachausbrüche begleiteten dieses Stück von Anfang bis zum Ende, bis sich das Publikum bei der Vorstellung der Akteure mit rhythmischem Klatschen für die gelungenen Aufführungen an Samstag und Sonntag bedankte.
Dem Volks-Chor ist es damit wieder einmal gelungen ein Highlight zu setzen. Man darf deshalb auch gespannt sein, was die nächsten Chor- und Theatertage bringen werden, die wie Ronald Stoll in seinem Schlusswort sagte, mit Sicherheit kommen werden. Zuvor hatte er allen Helfern des Abends, den Dirigenten, den Bühnenbauern, der Küchenmannschaft, den Bedienungen, den Dekorateuren und nicht zuletzt den vielen Gästen für ihr Kommen, sehr herzlich gedankt.