140 Jahre Sängerbund


Der Volks-Chor wurde Wettkönig bei "Wetten, dass..."


Der "Sängerbund Reilsheim-Bammental" hatte am Freitag, dem 30. Mai, zum 140-jährigen Bestehen des Vereins in die Elsenzhalle eingeladen. Der Volks-Chor war an dieser viertägigen Veranstaltung in vielfältiger Weise beteiligt.

Beim Festbankett brachte der Chor unter der Leitung seines Dirigenten Gerald Drebes zur Eröffnung für den Jubilar ein Ständchen mit "Ob wir rote, gelbe Kragen" nach einem Satz von Max Reger und "Abendruh" von Mozart zur Aufführung. Am selben Abend war es wieder der Volks-Chor, der gemeinsam mit dem "Sängerbund" und dem "Liederkranz" unter der Leitung von Gerhard Schramm, begleitet von der Feuerwehrkapelle Bammental, ein grandioses Finale des Abends gestaltete.

Am zweiten Abend beteiligten sich fleißige Hände vom Volks-Chor an der Bewirtschaftung des Freundschaftssingens in der Bammentaler Elsenzhalle. Am Sonntag, um die Mittagszeit, war der Volks-Chor mit anderen Verinen der Gemeinde am Umzug durch die Ortschaft beteiligt.

Doch spannend wurde es am Montag. Auf dem Programm stand, ebenfalls in der Elsenzhalle, ein Dorfabend unter dem Motto der beliebten ZDF-Sendeserie "Wetten, dass...". Als Vorgabe für die Wette des Volks-Chors galt, dass der Chor es nicht schaffen würde, mehr als 15 Personen auf die Bühne zu bringen, die in passender Kostümierung zwei Lieder aus Musicals von Lloyd Webber vortragen. Die Überrachung war groß, als der Volks-Chor über 40 Sänger und Sängerinnen auf die Bühne stellte, die in unverwechselbaren Masken "Memory" aus "Cats" und die populärste Melodie aus "Phantom der Oper" zum Besten gaben. Tosender Beifall und die Wette war gewonnen.

Es galt nun, die nächste Hürde zu nehmen. Jopie Heesters in dreifacher Ausführung!Die knifflige Zusatz-Wette machte es dem Volks-Chor zur Aufgabe, Johannes Heesters mit seinem Lied "Ich werde 100 Jahre alt" darzustellen. Die Volks-Chörler schafften das in anschaulichster und zugleich humorvoller Weise nach einer erstaunlichen, logistischen Leistung:
Innerhalb einer Stunde stand Jopie in gleich dreifacher Ausführung auf der Bühne: einmal als der junge Charmeur mit Stock und Zylinder (Fritz Welz), und dann sogar zweifach als Hundertjähriger (Hans-Jürgen Siffling und Ronald Stoll), dem das Gebrechen des Alters deutlich anzumerken war. Als die Leistungen der Vereine zur Abstimmung gebracht wurden, erhielt der Volks-Chor die lautesten und anhaltendsten Zurufe, akribisch vom "Applausometer" ermittelt und wurde somit zum Wettkönig des Abends gekürt. EL