Vereinsausflug 2008


Ausflug nach Bremen und Helgoland
vom 22. bis 25. Mai


Wieder einmal zog es den Volks-Chor in die Ferne. Auf unserem Vereinsausflug, der eigentlich einer Bildungsreise gleich kam, fuhren wir in die älteste Stadtrepublik Europas, die alte Freie Hansestadt Bremen, wo wir im Stadtteil Vegesack unser Quartier hatten. Die erste Station war eine bedeutende historische Gedenkstätte im Teutoburger Land. Bei Kalkriese hatte, nach neueren Forschungsergebnissen, die berühmte Varus-Schlacht vor fast 2000 Jahren stattgefunden. Im Freilichtmuseum informierte man uns über die Vorbereitung, den Ablauf und die kulturellen Folgen der Schlacht. Segelschulschiff DeutschlandDanach fuhren wir weiter zu unserm Hotel. Doch schon kurze Zeit später folgte der nächste Programmpunkt. An der Mündung der Lessum in die Weser, wo früher die Walfänger Richtung Grönland in See stachen, besichtigten wir das Schulschiff „Deutschland“, ein Dreimast-Vollschiff, das hier seit 1996 seinen letzten Liegeplatz hat. Auf der „Deutschland“ wartete ein „Seebär", um uns mit Begeisterung alle Details des Segelschulschiffes und der christlichen Seefahrt zu erklären. Die hungrigen Reiseteilnehmer wurden nach diesem interessanten, kurzweiligen Vortrag im Hotel mit einem tollen Büffet überrascht.

Am nächsten Tag besuchten wir das Künstlerdorf Worpswede, das mitten im Teufelsmoor liegt. Diese Lage inspirierte zahlreiche Künstler, die hier um 1889 eine Künstlerkolonie gründeten, die über Deutschlands Grenzen hinaus Bekanntheit erlangte. Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg in die Altstadt von Bremen. Die engen Gassen im Schnorr, der Dom mit Bleikeller, der Hafen, die Bremer Stadtmusikanten und natürlich der Beschützer Bremens, der Roland, waren die Sehenswürdigkeiten, die bestaunt wurden. Mit einem leckeren, gemeinsamen Abendessen in der ältesten Handwerkskammer Deutschlands, der Alten Gilde, ließen die Reiseteilnehmer den schönen Tag ausklingen.

Am Samstag traten wir, mit einem kräftigen Frühstück gestärkt, die Fahrt nach Cuxhaven an. Dort bestiegen wir das Fährschiff zur einzigen, deutschen Hochseeinsel Helgoland, die rund 60 km von der deutschen Festlandküste aus dem Meer herausragt. Nach dem Ausbooten konnten wir in zwei Gruppen aufgeteilt die wechselhafte und zum Teil schlimme Geschichte der Insel Helgoland, die seit 1890 zu Deutschland gehört, mit eigenen Augen sehen. Die Inselführer berichteten, dass Helgoland nach dem 2. Weltkrieg fast gesprengt worden wäre und als Übungsziel für Bombenabwürfe genutzt wurde. Heute ist diese schlimme Vergangenheit nur noch anhand der vielen Krater zu erkennen. Die steilen Klippen an der Westseite der Insel wird von vielen Seevögeln zum Nisten genutzt. Auch die Rückfahrt von der Insel erfolgte wieder bei ruhiger See, so dass nach Ankunft im Hotel auch wieder allen das gemeinsame Abendessen schmeckte. Die Bremer hatten sich aber auch gut auf den Bammentaler Besuch eingerichtet. Am Samstag Abend wurde für uns Volks-Chörler am Hafen in Bremen-Vegesack ein beeindruckendes Feuerwerk abgebrannt. Da fühlte man sich fast schon in das Bammentaler Waldschwimmbad beim Sommernachtsfest versetzt.

Am darauf folgend Tag hieß es wieder Abschied nehmen von dem schönen, sonnigen Norden. Aber auch auf der Rückfahrt wurde wieder einiges geboten. Nachdem wir auf der Hinfahrt den Ort der Varus-Schlacht besucht hatten, besichtigten wir nun das riesige Denkmal (über 53 m hoch – das Schwert alleine ist 7 m lang) des Cheruskerfürsten Hermann, der im Jahre 9 n. Chr. die Römer besiegte. Nicht schlecht staunten wir, als dann doch noch ein paar Römer in ihren kurzen, roten Röckchen und geschnürten Sandalen am Wege campierten. Wie in jedem Jahr konnten die Reiseteilnehmer wieder auf einen interessanten, informativen, harmonischen und bestens organisierten Reiseverlauf zurückblicken. Die Reiseteilnehmer dankten dem bewährten Team - Herrn Ronald Stoll, der während der Fahrt die Reiseteilnehmer mit vielen Informationen zu den Zielen versorgte und den zeitlichen Ablauf koordinierte und Herrn Eberhard Steinmann vom IT-Reisebüro, der den Ablauf organisierte und uns sicher und gut durch ganz Deutschland fuhr - mit einem begeisterten Applaus. Danke allen Getränkespendern, die dafür sorgten, dass keine Kehle trocken blieb.    JM