Oktoberfest 2009


Bayern war angesagt
Das erste Oktoberfest des Volks-Chors Bammental war ein durchschlagender Erfolg

Am Sonntag Morgen war die Bammentaler TV-Halle in Weiß-Blau getaucht. Dutzende Helfer hatten am Vortag den Vorstellungsraum für das erste Oktoberfest des Volks-Chors entsprechend ausgeschmückt. Die Bayerische Fahne, weiß-blaue Bänder in den Farben des Freistaates Bayern sowie symbolisch- herbstliche Accessoires, wie Strohballen, Wanderschuhe, Wetterhüte Kornblumen, auf der anderen Seite alte Bierfässer, Bierflaschen und reichlich Hopfen-Ranken, sollten auf den Sinn dieses Festes hinweisen. Die Frauen trugen weiß-blaue Bänder an den Ärmeln, um sich als Freunde Bayerns zu erkennen zu geben.

Um zehn Uhr waren die meisten Helfer bereits präsent, nahmen ihre Aufgaben wahr und erwarteten die ersten Gäste. Beginn war für 11 Uhr angesagt. Punkt elf Uhr waren auch die ersten Besucher bereits zur Stelle. Sie erkundeten den Raum mit der Absicht, die besten Plätze zu besetzen: Nicht zu nahe zur Musik, trotzdem aber gut sehen und gesehen werden zu können. Der Saal füllte sich zunächst zögerlich. Doch, als die Kleinen Egerländer ihre ersten Klänge in den Saal schmetterten,   muss das auch auf die Straße wie ein Ansporn gewirkt haben. Denn scharenweise kamen Gäste herein, sodass nach und nach Ersatztische aufgestellt werden mussten. In der Spitzenzeit konnte man über zweihundert Liebhaber Bayerischer Musik und Leibspeisen zählen, unter ihnen Honoratioren, wie Bürgermeister Vogel und Gattin.

Zivile Preise für Speise, Trank, Kuchen und Kaffee, sorgte dafür, dass das freiwillige Bedienungspersonal über Stunden alle Hände voll zu tun hatte. Die Zapfanlage stand keine Minute still, und auch Wein – weiss wie rot – war sehr gefragt. Als der Ruf nach einem kurzen Absacker  nach der nicht unbedingt leicht verdaulichen Grillhaxe mit Sauerkraut laut wurde, begab sich der Vorsitzende Hans Jürgen Siffling persönlich mit Flasche und einem Tablett voller Gläser von Tisch zu Tisch, um die Wünsche seiner Gäste zu erfüllen.

Es war nur verständlich, dass die schmissigen Klänge der Musik ihre Wirkung nicht verfehlten, dass auch die Getränke ihren Einfluss geltend machten, so dass bei dem Schlager „Du bist der helle Wahnsinn“ und danach lustig das Tanzbein geschwungen wurde. Es herrschte über Stunden eine Bombenstimmung.

Da bekanntlich alles ein Ende hat (allein die Wurst hat zwei!) brachen dann gegen 18 Uhr die meisten Gäste auf, zumal auch die Musik nur noch Zugaben anbot.

Es war wieder die Zeit der Helfer: Tische und Stühle mussten auf ihren angestammten Platz gebracht werden. Die einfallsreiche Dekoration von Ulrike Herbold hatte Ihre Pflicht erfüllt und musste abgenommen werden. Die TV-Halle hatte nun ihr nüchternes  Aussehen wieder, aber die Eindrücke und die Erinnerung an dieses einmalige Fest bleiben sowohl beim Publikum als auch bei den Mitgliedern des Volks-Chors wach.

Am Rande des Oktoberfestes fand auf den Parkplätzen vor der TV-Halle eine Trecker-Oldie-Schau statt. Senior dieser Nutzfahrzeuge war der Lanz-Bulldog aus dem Jahr 1955, Eigentum des Willi Schmitt, Gauangelloch.

E.L