Vereinsausflug 2015


Als Böhmen noch bei Österreich war …

Volks-Chor Ausflug 2015 in den Böhmerwald

50 gut gelaunte Reiseteilnehmer starteten am 4. Juni bei bestem Reisewetter zum diesjährigen Volks-Chor Ausflug  in den Böhmerwald im Süden Böhmens, der heutigen Tschechischen Republik. Kurz vor Nürnberg wurde eine Frühstückspause eingelegt.  Dabei  konnten sich alle an frisch belegten Brötchen, Linzer-Schnitten und Zitronenkuchen stärken.  Im Anschluss ging es weiter  in Richtung Oberpfalz und durch den Oberpfälzer Wald, nach Waidhaus. Hier wurde die Grenze zu Tschechien passiert und anschließend fuhr man durch den südlichen Teil des Egerlands bis nach Pilsen. Dort lernten die Ausflügler ihre Reiseleiterin Milena kennen, die sie die nächsten 4 Tage begleitete und kompetent und  informativ durch ihre Heimat führte. Dassdabei Heiterkeit und gute Unterhaltung mit zum Programm gehörten, war bei Milena garantiert. Ein Stadtrundgang in Pilsen, diesmal ohne die obligatorische Brauereibesichtigung, gewährte  interessante Eindrücke von dieser schönen nordböhmischen Stadt. Und schon hier hörte man immer wieder die Bemerkung, die während der gesamten Reise sehr oft ausgesprochen wurde: „ dass nämlich Böhmen bis 1918 zur österreichischen Monarchie gehörte“.

Dann ging es weiter Richtung Süden nach Holasovice, einemzum UNESCO -Weltkulturerbe gehörenden  Bauerndorf. Dessen Häuser sind im Stil des südböhmischen Bauernbarock um einen großen rechteckigen Dorfplatz angelegt. Neben der Besichtigung dieses wunderschönen Ensembles war auch Gelegenheit gegeben in den Biergärten und Restaurants noch einen Kaffee oder ein Pilsner Urquell zu trinken.

 

 

 

Gegen 18:00 Uhr wurde das Ausflugsziel Nove Hrady erreicht. Im ehemaligen Stadtpalais der Familie von Buquoi, einem 4* Hotel mit großem Wellnessbereich, wurden die Zimmer bezogen, bevor man sich zum Abendessen vor der Freitreppe des ehemaligen Palais traf.

 

 

 

Am Freitag führte der erste Tagesausflug die Reiseteilnehmerzunächst nach Budweis. Nach einem Stadtrundgang über den großen Hauptplatz gab es Freizeit, die jeder individuell nutzen konnte, um sich in der Stadt umzusehen oder in einer der schönen Kneipen schon mal den Unterschied zwischen Budweiser und Pilsner Bier herauszufinden. Nach einem Mittagessen in der Budvar Brauereischänke begann die Führung durch die Budweiser Brauerei. Hier beeindruckte vor allem die große, voll technisierte Abfüll- und Verladeanlage.

 

 

 

 

Der Nachmittag gehörte dann dem „böhmischen Neuschwanstein“, Schloss Frauenberg in Hluboka nad Vltavou. Das Schloss wurde ab 1840 im Stil der Romantik umgebaut und war bis 1947 Residenz der Fürsten von Schwarzenberg. Hier bestaunte man die umfangreichen hölzernen Wand-und Deckenverkleidungen. Aber auch die Bibliothek mit über 12.000 Büchern oder die Waffenkammer waren neben anderen Wohn- und Repräsentationsräumen absolut sehenswert.

Der zweite Tagesausflug führte am Samstag  in den eigentlichen Böhmerwald. Zunächst wurde mit Krumau an der Moldau, dessen historisches Stadtzentrum ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, eine der schönsten Städte Böhmens besucht. 

 

 

 

 

 

Eine Führung durch Schloss Krumau, nach derPrager Burg das zweitgrößte historische Gebäude Tschechiens auf einer Flächevon 10 Hektar und mit 5 Innenhöfen, führte zurück in die Zeit der Herren von Rosenberg. Deren Wappenrose ist hier und in der ganzen Region überall noch oder wieder  zu sehen.  Mit einer Schifffahrt auf dem Lipno-Stausee, dem südböhmischen Meer, und der Rückfahrt durch die Böhmerwaldregion endete der zweite Tagesausflug. Nun war noch genügend Zeit vorhanden, um den Wellnessbereich des Hotels mit Schwimmbad, Dampfbad, Sauna, Whirlpool oder Salzgrotte ausgiebig zu nutzen.

 

 

 

Am Sonntag begann dann die Heimfahrt. Nachdem man sich in Budweis sehr herzlich von Reiseleiterin Milena verabschiedet hatte, ging’s zum letzten Programmpunkt, nach Rabi  mit der größten Burgruine und Festungsanlage in Böhmen. Während die einen im Rahmen einer Führung den 28 Meter hohen Donjon (Wohnturm) der Burg bestiegen, schlenderten andere durch die kleine Ortschaft oder ließen sich einen Nachmittagskaffee schmecken.

Über Furth im Walde kam man wieder zurück nach Deutschland. Durch den Bayrischen Wald, vorbei an Cham, ging es hier weiter bis zum Schloss Döttingen in Hohenlohe. Bei einem gemeinsamen Abendessen fand der Ausflug 2015 dort seinen offiziellen Abschluss. Pünktlich, wie geplant, um 21 Uhr trafen schließlich 50 rundum zufriedene Reiseteilnehmer wieder in Bammental ein. Von Vielen war dabei zu hören „wir sind nächstes Mal auf jeden Fall wieder mit dabei – egal wo’s hingeht!

 

 Volks-Chor-VorsitzenderHans-Jürgen Siffling hattezuvor noch den Organisatoren dieser Fahrt, Ronald Stoll und Eberhard Steinmann, dessen Unternehmen ES-Touristik „Reisfreunde unterwegs“ seit über 25 Jahren die Volks-Chor Ausflüge mit Bravour meistert, für ihre Arbeit und insbesondere auch Eberhard Steinmann für seine Leistung als versierter Busfahrer sehr herzlich gedankt.