1997: Chronik zum 75-jährigen Jubiläum


75 Jahre Volks-Chor
Bammental- Reilsheim e.V.

Stand: 1997

Vereinschronik

Gründung und Aufbau des Vereins 1922 - 1926

Am 7. und 8. Juni 1908 fand in Köln die Konstituierung des Deutschen Arbeitersängerbundes durch 27 Einzelbünde statt. Unter ihnen waren auch die Vertreter des Arbeitersängerbundes Baden. In den folgenden Jahren gingen dann aus dem Rheinland, das als „Die Wiege des Deutschen Arbeitersängerbundes" bezeichnet wurde, immer wieder neue Impulse aus, die dann vor allem nach dem 1. Weltkrieg in vielen Gemeinden dazu führten, daß neue Arbeitergesangvereine gegründet wurden.
Auch in Bammental, wo zu dieser Zeit bereits zwei etablierte Gesangvereine, nämlich der MGV Sängerbund und der MGV Liederkranz, bestanden, wurde eine solche Idee erstmals im Juli 1922 im Gasthaus „Zur Krone" diskutiert. Einige Gleichgesinnte um Karl Höfer und Wilhelm Hell beschlossen dabei, auf Vorschlag von Karl Höfer, auch in Bammental einen Arbeitergesangverein zu gründen. Er stiftete dafür auch spontan einen Betrag von 5 Papiermark, der damit zum finanziellen Grundstock des neu zu gründenden Vereins werden sollte.

Damit war zunächst ein Anfang gemacht. Aber vor allem Wilhelm Hell war es dann zu verdanken, daß die Idee auch in die Tat umgesetzt werden konnte. Er ging nun in den folgenden Wochen daran, weitere Männer zu finden, die bereit waren dem neu zu gründenden Verein beizutreten und sich zu seinen Zielen zu bekennen.

Am 2. September 1922 konnte im Gasthaus zum Schützenhof die Gründungsversammlung des Arbeitergesangvereins Bammental -Reilsheim stattfinden. Zum 1. Vorsitzenden wurde „der Motor des Vereins" Wilhelm Hell gewählt. 2. Vorsitzender wurde Wilhelm Hessenauer, Schriftführer Johann Ullrich und als Kassier wählten die Gründungsmitglieder August Heilig.

Als Chorleiter konnte Hauptlehrer Julius Theophil Auch aus Ziegelhausen verpflichtet werden. Unter seiner Leitung fand am 26. September 1922 die erste Chorprobe statt. Dabei wurde der Chor „Es war ein wonniger Frühling" eingeübt. Bei der Weihnachtsfeier am 23. Dezember 1922 erfolgte dann auch schon der erste öffentliche Auftritt des neuen Chors in der Turnhalle.

Die Aufwärtsbewegung hielt in den folgenden Monaten an, und so zählte man zu Beginn des Jahres 1923 bereits 80 Sänger und 74 passive Mitglieder. 1924 stieg die Mitgliederzahl weiter auf 245 an, von denen 122 aktiv im Chor sangen.

Im September 1923 wurde auf Anregung des 2. Vorsitzenden Wilhelm Hessenauer zusätzlich ein Frauenchor ins Leben gerufen. 44 Frauen und Mädchen fanden sich im Oktober zur ersten Chorprobe zusammen. Als erstes Lied übten sie dabei für die Weihnachtsfeier am 22. Dezember 1923 das .Abendständchen" ein. Bei der Weihnachtsfeier selbst erhielt der Frauenchor, der dabei alleine und auch gemeinsam mit dem Männerchor auftrat, stürmischen Beifall.
Der Männerchor war aber im Jahr 1923 auch bereits schon soweit geschult, daß er am 22. Juli 1923 sein erstes Sommerkonzert in der Turnhalle abhalten konnte. Die Zeitung „Badische Post" in Heidelberg schrieb dazu:

Der Arbeitergesangverein Bammental-Reilsheim unter Leitung von Chormeister Auch, hielt am Sonntag in der Turnhalle sein erstes Sommerkonzert ab. Der Männerchor bot trotz seines kurzen Bestehens sehr Gutes.

Diesem Konzert folgten weitere. So 1924 ein Frühjahrskonzert, 1925 ein Konzert in Sinsheim und 1926 wieder ein Sommerkonzert in der Turnhalle.

Daneben besuchte man verschiedene Sängerfeste, so unter anderem 1923 die in Mauer und Schönau und 1924 in Neckargemünd und Sinsheim. Am 5. Juli 1925 nahm man am Gausängertag des Arbeitersängerbundes Baden in Karlsruhe teil und wirkte am 18. Juli 1925 bei einem Schloßkonzert in Heidelberg mit. Die „Volks-Zeitung" Heidelberg schrieb damals:

Der Arbeitergesangverein Bammental-Reilsheim bot mit seinem Chor „In den Alpen" die beste Leistung des Abends. Auch der Frauenchor bot trotz seines kurzen Bestehens Hervorragendes.

Aber auch die jährlichen Weihnachtsfeiern oder die Maskenbälle, die seit 1925 immer am Fastnachtsamstag stattfanden, waren jeweils gut besucht und zeigten auch, daß eine gute Vereins- und Aufbauarbeit geleistet wurde.

Vom Arbeitergesangverein zum Volks-Chor 1927 -1931

In der Generalversammlung am 2. Januar 1927 übernahm Wilhelm Hessenauer, der spätere Bammentaler Bürgermeister, das Amt des 1. Vorsitzenden. Mit Umsicht und Tatkraft knüpfte er an die erfolgreiche Aufbauarbeit seines Vorgängers an und führte sie in den kommenden Jahren zielstrebig weiter.

Auf musikalischem Gebiet führte man 1927 einen Liederabend durch, veranstaltete 1928 ein Schubert-Konzert und 1929 - gemeinsam mit der Feuerwehrkapelle - ein Konzert vor dem Schulhaus, dem heutigen Rathaus.

Auf den Sängerfesten der näheren und weiteren Umgebung war man natürlich auch vertreten. Den Arbeitergesangverein konnte man daher u.a. in Leimen, Gaiberg, Neckarelz, Mannheim und Heidelberg hören. Ein Höhepunkt war dabei die Teilnahme an einem Wertungssingen in der Heidelberger Stadthalle im Jahr 1928. Der Gemischte Chor wurde in der Presse für seinen Vortrag „Frühlingsbotschaft" sehr gelobt und die Darbietung als eine der besten des Wertungssingen bezeichnet.

Aber auch die Geselligkeit wurde in diesen Jahren gepflegt. Familienabende und Maskenbälle waren immer gern besuchte Veranstaltungen. Und auch die jährlichen Waldfeste bei der 1000-jährigen Eiche gehörten in den Veranstaltungskalender des Arbeitergesangvereins. Daß der Verein aber schon damals bei seinen Freiluftveranstaltungen mit Wetterproblemen zu kämpfen hatte, belegt der Jahresbericht 1929. Darin wurde festgehalten, daß das Waldfest in diesem Jahr durch einen sehr starken Regenguß ganz wesentlich beeinträchtigt wurde.

Seit 1926 wurden dann auch jährlich Vereinsausflüge durchgeführt. Die Ausflugsziele, die meist zu Fuß aufgesucht wurden, waren damals Reichartshausen, Rohrbach oder Ziegelhausen. 1930 schließlich wollte man dann erstmals einen großen Ausflug mit dem Bus nach Kocherdorf durchführen. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage in dieser Zeit konnten aber viele Mitglieder die Kosten für die Fahrt nicht mehr aufbringen. Der geplante Ausflug mußte deshalb ersatzlos abgesetzt werden.

Den Höhepunkt eines jeden Jahres bildete aber immer wieder die Weihnachtsfeier im Dezember. Und schon damals wurde dabei mit großem Erfolg Theater gespielt. „Rose, das Großstadtmädchen", „Hie Rudelsburg, hie Naumburg" und schließlich am 14. Dezember 1929 erstmals „Der Glöckner von Notre Dame" waren die Theaterstücke, die damals zu großen Erfolgen wurden.

Am 12. Juli 1930 wurde auf Anregung des Vorstandsmitgliedes Hermann Hafner ein Kinder- und Jugendchor gegründet, der bald 75 Kinder umfaßte. Damit hatte der Verein nun erstmals mehr als 200 aktive Sängerinnen und Sänger. Im Arbeitergesangverein bestanden damit ein Männerchor, ein Frauenchor, der Kinder- und Jugendchor, sowie ein Gemischter Chor, der sich in den Jahren seit 1923 durch gelegentliche gemeinsame Auftritte gebildet hatte. Vor allem aber auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage wurde das Gemischte Chorsingen nun vordergründig gepflegt. So überliefert uns dazu der Jahresbericht 1930, daß

Infolge der großen Notlage, die auch unseren Verein betroffen hat, sich die Vorstandschaft genötigt sah die beiden Chöre, Männer- und Frauenchor, zusammenzulegen, um damit eine Chorprobe in der Woche einzusparen.

Einer der wichtigsten Tage in dieser Zeit war der 4. Januar 1931. Bei der damals stattfindenden Generalversammlung kam man zu dem Entschluß eine Änderung des Vereinsnamens vorzu- nehmen. Der Verein wurde daraufhin, durch einstimmigen Beschluß, in
Volks-Chor Bammental-Reilsheim umbenannt.

Außerdem wurde beschlossen, da dem Verein für seine Veranstaltungen die Turnhalle nicht mehr zur Verfügung gestellt wurde, ein eigenes Vereinsheim zu bauen. Ein Bausparvertrag wurde dazu abgeschlossen und mit 600.- RM angezahlt.

Vereinsverbot und Auflösung 1932 -1933

Auch zu Beginn der 30er Jahre wurde im Volks-Chor, trotz der schlechten Wirtschaftslage, die auch bei vielen Mitgliedern zu Not und Problemen führte, eine rege und sehr erfolgreiche Vereinsarbeit geleistet. Obwohl 1932 sogar beschlossen werden mußte, die Vereinsbeiträge nur in kleinsten Raten zu kassieren, um den Mitgliedern bei finanziellen Engpässen entgegenzukommen, tat dies dem Vereinsgeschehen keinen Abbruch und man blickte zuversichtlich dem Jahr 1932 und damit dem 10-jährigen Jubiläum entgegen.

Mitten hinein in diese Zeit fiel dann aber der unaufhaltsame Aufstieg des Nationalsozialismus, und damit verbunden eine Vielzahl parteipolitischer Auseinandersetzungen und Anfeindungen, die auch vor den Vereinen nicht mehr halt machten. 1. Vorsitzender Wilhelm Hessenauer saß zu dieser Zeit für die SPD im Bammentaler Gemeinderat. Um zu verhindern, daß der Volks-Chor dadurch noch mehr in die politischen Auseinandersetzungen hineingezogen wurde, legte er deshalb am 16. März 1932 sein Amt im Verein nieder.

Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 13. August 1932 übernahm Kassier Wilhelm Eisenlohr die schwierige Aufgabe als geschäftsführender Vorsitzender den Volks-Chor bis zur nächsten Generalversammlung im Januar 1933 zu führen. In dieser Generalversammlung wurde er dann auch zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Außerdem wurden die Vorbereitungen für das 10-jährige Stiftungsfest besprochen, das man im Sommer 1933, verbunden mit einem Bezirkssängertreffen der Arbeitergesangvereine in Bammental feiern wollte.

Die weitere Chronik des Volks-Chor im Jahr 1933 ist dann aber leider schnell geschrieben. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Arbeitersängerbund Baden, und damit der Volks-Chor als einer seiner Mitgliedsvereine aufgrund des § 1 der Verordnung zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 verboten und aufgelöst. Am 31. März 1933 erschien beim 1. Vorsitzenden Wilhelm Eisenlohr ein Polizei-Hauptwachtmeister aus Neckargemünd in Begleitung des Bammentaler Polizeidieners und mehrerer SA-Leute. Das Vereinsverbot wurde bekannt gegeben und die Vereinskasse beschlagnahmt. Danach begab man sich zu Vorstandsmitglied Jakob Reinhardt und beschlagnahmte den Bausparvertrag für das Vereinsheim. Einige Tage später wurden beim 2. Vorsitzenden Christian Gattner die Noten von insgesamt 63 Chorsätzen beschlagnahmt.

Trotzdem gelang es einzelnen Mitgliedern, die sich immer wieder Verhören zu unterziehen und Hausdurchsuchungen zu erdulden hatten, einzelne Chorsätze, Protokollbücher, die Chronik etc. zu verstecken und dem Zugriff von Polizei und SA zu entziehen. So trug damals der Wirt des Schützenhofes, Georg Regele, einen Eimer gefüllt mit Noten und Schriftstücken, abgedeckt mit Papier und Pferdemist, unter den Augen der SA vom Vereinslokal zu seinem Wohnhaus in der Waldstraße. Dort versteckte er alles in seinem Schuppen und lieferte es 1947 bei der Wiedergründung wieder ab. Als die Polizei schließlich zum wiederholten Male bei Jakob Reinhardt eine Hausdurchsuchung vornahm, fand sie einen Stapel Noten, den er nicht mehr rechtzeitig vorher hatte verteilen können. Obenauf lag dabei das Grablied „Von uns gehst du still und stumm, unser Schmerz ist tief..."

Wiedergründung und neue Erfolge 1947 -1957

Vierzehn Jahre lang, während Verbot und Auflösung, lebte der Gedanke an die gemeinsame Sache aber ungebrochen weiter. Und dann war es vor allem Georg Ludwig Frick zu verdanken, daß nach dem 2. Weltkrieg der Volks-Chor wieder ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit den ehemaligen Vorstandsmitgliedern und Sängern Jakob Reinhardt, Christian Gattner, Josef Ulzenheimer, August Rössler, Wilhelm Kühner, Jakob Bollack, Karl Rösch und Wilhelm Schmitt nahm er die vielen Hürden, die einer Wiedergründung zunächst im Wege standen. Am 18. Januar 1947 schließlich ging folgendes Schreiben an die amerikanische Militärregierung in Heidelberg:

Die Unterzeichneten bitten die Militärregierung dem Arbeitergesangverein Volks-Chor wieder zu seinem Rechte zu verhelfen und denselben zu genehmigen. Der Gesangverein wurde 1933 von den Nazis verboten und aufgelöst, sowie seines Vermögens und vorhandener Einrichtungen beraubt. Wir bitten nochmals um baldige Genehmigung.

Frick        Bollack        Reinhardt        Schmitt        Rössler

Daraufhin erhielt der Verein die Genehmigung am 18. Januar 1947 in der Zeit von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Gasthaus „Zum Schützenhof" seine Wiedergründung vorzunehmen.

In der Wiedergründungsversammlung wurden Georg Ludwig Frick zum 1. Vorsitzenden, Christian Gattner zum 2. Vorsitzenden, Jakob Reinhardt zum Schriftführer und Karl Rösch zum Kassier gewählt.

Als neuer Dirigent konnte Rudolf Auch, der Sohn des früheren Dirigenten, gewonnen werden. Er mußte jedoch schon 1948 den Verein aus beruflichen Gründen wieder abgeben. Sein Nachfolger wurde Hauptlehrer Emil Filsinger aus Bammental, der den Volks-Chor, der in diesen Jahren aus 64 Sängern und 50 Sängerinnen bestand, bis 1954 leitete und zu neuen Erfolgen führte.

Neben dem Gesang wollte man aber auch wieder, wie in früheren Jahren, das Laienspiel pflegen. So kam es unter der Regie von Schriftführer Jakob Reinhardt und Oberlehrer Friedrich Anselm immer wieder zu gelungenen Theateraufführungen.

„Der Glöckner von Notre Dame" 1948, „Der Strom" 1949, „Das vierte Gebot" 1950 bis hin zum „Totofieber" 1954 und „Der eingebildete Kranke" 1956 waren die herausragenden Erfolge dieser Jahre.

Am 9. Juli 1949 veranstaltete der Volks-Chor zum ersten Mal im Bammentaler Waldschwimmbad ein Sommernachtsfest mit Brillantfeuerwerk, das seit dieser Zeit ununterbrochen durchgeführt wird und zu den größten Vereinsveranstaltungen in Bammental zählt.

Im Jahr 1949 wechselte der Volks-Chor aber auch sein Vereinslokal. Vom Schützenhof zog man um ins Gasthaus „Zum Elsenztal", das nun für viele Jahre zur Heimat des Volks-Chors wurde.

Bei der Neugründung des Badischen Sängerbundes nahmen auch die Vertreter des Volks-Chors an der Bundeshauptversammlung am 13. Juli 1947 in Heidelberg teil.

Der Verein trat dem neugegründeten Badischen Sängerbund bei, erarbeitete eine Vereinssatzung, die schließlich 1950 verabschiedet wurde und ließ sich im gleichen Jahr in das Vereinsregister eintragen. Seither lautet die offizielle Bezeichnung des Vereins Volks-Chor Bammental-Reilsheim e.V.

Das Jahr 1952 wurde zum ersten großen Jubiläumsjahr in der Vereinsgeschichte. Da man das 25-jährige Jubiläum 1947 nicht hatte feiern können, wurde 1952 das 30-jährige Jubiläum entsprechend begangen. Vom 28. bis 30. Juni 1952 fand es, verbunden mit einem Sängerfest, statt. Neben dem Festbankett wurde ein Freundschafts-und Punktwertungssingen durchgeführt. Ein großer Festzug bewegte sich am Sonntag, dem 29. Juni, durch die Elsenztalgemeinde.

Aber auch bei Sängerfesten und mit Konzerten trat man nun wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit und konnte dabei immer mit sehr guten Kritiken abschneiden.
So war man zwischen 1951 und 1957 in Ziegelhausen und Gauangelloch, in Neckarsteinach, Meckesheim, Rastatt, Wiesenbach und Neckargemünd.

1954 gab Emil Filsinger aus Altersgründen den Volks-Chor als Dirigent ab. Er wurde für seine Verdienste um den Verein zum Ehrendirigenten ernannt; im Jahre 1964 zum Ehrenbürger der Gemeinde Bammental. Sein Nachfolger wurde bis 1957 Hans Zöbeley, der dann von Werner Kaiser aus Neckargemünd abgelöst wurde. Kaiser leitete den Volks-Chor sehr erfolgreich bis 1963 und wurde dann von Heinrich Lang abgelöst, der wieder neue musikalische Akzente in den kommenden Jahren setzte.

Theateraufführungen, Maskenbälle und Konzerte 1958 - 1967

1958 übernahm Gottfried Fabian als neuer 1. Vorsitzender die Leitung des Volks-Chors. Mit Umsicht und Erfolg lenkte er die nächsten 10 Jahre die Geschicke des Vereins und verstand es neue Akzente zu setzen. So wurden in seiner Amtszeit die Maskenbälle jeweils unter ein Motto gestellt und der Veranstaltungsraum entsprechend dekoriert. Wilhelm Gattner hat sich dabei durch seine originellen Ideen und Dekorationen große Verdienste erworben. Eine „Nacht im Urwald" 1959, „Unter dem heißen Äquator" 1961 oder „Die gute alte Zeit" 1965 waren nur einige der Maskenbälle, die immer für neue Überraschungen sorgten und entsprechend gut besucht waren.

Man verstand es in dieser Zeit aber auch immer wieder bei den Winterfeiern mit gelungenen Theateraufführungen an die Öffentlichkeit zu treten. Unter der Regie von Jakob Reinhardt und Friedrich Anselm wurden die Stücke wie „Kleider machen Leute" 1958, „Wenn der Hahn kräht" 1961 oder „Das Hörrohr" 1963 zu Erfolgen. Die Namen der damaligen Theaterspieler wie Jakob Bollack, Johann Roth, Willi Stichler, Hilda Hetzel, Anneliese Miener, Käthe Giebeler und Resi Just werden noch heute damit in Zusammenhang gebracht.

Aber auch auf musikalischem Gebiet stellte man sein Licht nicht unter den Scheffel und nahm an örtlichen und überörtlichen Veranstaltungen teil. Neben dem Besuch von Sängerfesten in Nußloch, Gauangelloch, Dilsberg, Schönau und Schatthausen war man 1960 auf dem Bundesliederfest in Karlsruhe, wirkte am 18. März 1962 an einem gemeinsamen Konzert der drei Bammentaler Gesangvereine mit und veranstaltete nach langer Pause 1967 erstmals wieder ein Frühjahrskonzert, das in der Tagespresse eine sehr gute Kritik fand. Die „Rhein-Neckar-Zeitung" schrieb:

Der Volks-Chor stellte sich mit einer eindrucksvoll geschlossenen Gesamtleistung vor. Dirigent Lang verstand es alle Register, über die ein Gemischter Chor im Gegensatz zu einem Männerchor verfügt, zur Wirkung zu bringen.

1967    war dann für den Verein auch wieder ein Wechsel des Vereinslokals fällig. Das Eisenztal wurde geschlossen und der Volks-Chor kam zurück in sein Gründungslokal von 1922, den Schützenhof.

50 Jahre Volks-Chor und aktive Jugendarbeit 1968 -1977

1968    gab Gottfried Fabian den Vorsitz im Volks-Chor ab. Sein Nachfolger wurde Heinz Eckert, der es in den folgenden Jahren verstand viele junge Sängerinnen und Sänger für den Verein zu gewinnen, und der damit die aktive Jugendarbeit in den 70er und 80er Jahren im Verein einleitete.

Dadurch konnte auch zu Beginn der 70er Jahre wieder eine neue Laienspielgruppe innerhalb des Vereins ins Leben gerufen werden. Unter der erfolgreichen Leitung von Jakob Bollack, später von Anneliese Miener, knüpften dabei die Jungen an die Erfolge der Alten an. Theaterspieler wie Lothar Bollack, Ronald Stoll, Ulrich Deibert, Peter Fabian, Heidi Hack, Gerda Schmitt, Christa Pösl und Nelly Kowalzik konnten mit Stücken wie „Die Pferdekur" 1972, „Der geplatzte Strohwitwer 1974 oder „Der eingebildete Kranke" 1976 begeistern. Neue Spieler wie Karl-Heinz Herbold, Wolfgang Seltenreich, Dieter Wolf, Inge Karcher und Anja Wallenwein kamen hinzu und trugen zu weiteren Erfolgen in den nächsten Jahren bei.

Aber auch Dirigent Heinrich Lang verabschiedete sich 1968 vom Volks-Chor. Sein Nachfolger wurde Hans-Georg Schindler, der trotz seiner Jugend sehr schnell mit den Sängerinnen und Sängern zurecht kam und den Chor in den nächsten Jahren mit Bravour leitete. 

Immer wieder stellte sich der Volks-Chor nun in den Dienst der Öffentlichkeit und trug mit vorbildlich organisierten Veranstaltungen dazu bei das kulturelle Leben in Bammental zu bereichern.

Aber auch auf den Sängerfesten, wie beim Sängerbund und Liederkranz 1968 in Bammental, in Sandhausen 1970, dem Bezirkskritiksingen in Mauer 1971, in Meckesheim 1973, dem Badischen Chorfest 1975 in Mannheim, in Waldhilsbach, und auf dem Dilsberg war der Volks-Chor vertreten.

1972 konnte unter der Leitung von 1. Vorsitzenden Heinz Eckert das 50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden. Die damalige Vorstandschaft, neben Heinz Eckert, Peter Fabian als 2. Vorsitzender, Ronald Stoll als Schriftführer, Fritz Klingmann als Kassier und Johann Roth als Beisitzer, kam zu dem Entschluß von einem Sängerfest abzusehen. Der Verein veranstaltete statt dessen am 6. Mai 1972 im FC-Clubhaus ein festliches Opern- und Operettenkonzert. Dieses Konzert mit über 400 Gästen war dann auch eines der besten Konzerte, das der Verein bisher ausgerichtet hat. Mit einem Festbankett am 3. Juni 1972 wurden die damaligen Jubiläumsfeierlichkeiten abgeschlossen.

Unter der Regie des 2. Vorsitzenden Peter Fabian kam es in den 70er Jahren auch immer wieder zu gelungenen Vereinsausflügen. War man früher nach Frankfurt, Würzburg oder Ludwigsburg gefahren, so ging es jetzt 2 oder 3 Tage an den Bodensee, nach Salzburg an die Mosel oder an den Edersee.

1975 mußte Dirigent Schindler den Volks-Chor aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Ab 1976 fand man in Chordirektor Siegfried Spielmann einen geeigneten Nachfolger, der den Verein bis 1990 leitete und vor allem in den 80er Jahren durch seine Konzerte in Bammental neue musikalische Höhepunkte setzte.

Wiedergründung des Frauenchors
und neue Wege 1978 -1983

Nachdem Heinz Eckert im Sommer 1977 den Vorsitz im Verein abgegeben hatte, wurde in der Generalversammlung 1978 Peter Fabian zum 1. Vorsitzenden und Johann Roth zum 2. Vorsitzenden gewählt.

Unter Fabians tatkräftiger Leitung wurden nun die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Ein erster großer Schritt in diese Richtung war dabei am 28. März 1978 die Wiedergründung eines Frauenchors im Volks-Chor. Insbesondere Gisela Weißer, die die Chorleitung übernahm, hat sich um den Aufbau des Frauenchors große Verdienste erworben. Bei ersten öffentlichen Auftritten, wie beim Frauenchortreffen 1978 in Ziegelhausen oder bei Sängerfesten in Spechbach, Baiertal und Peterstal konnte sie mit den Sängerinnen sehr gute Bewertungen erzielen und den Volks-Chor entsprechend positiv repräsentieren.

Daneben wurde ab 1978 ein Mitteilungsheft, „Die Vereinsnachrichten" herausgegeben, das über viele Jahre hinweg den Mitgliedern zweimal jährlich kostenlos zugestellt wurde und über das Vereinsgeschehen informierte. Im gleichen Jahr wurde erstmals für den gesamten Chor eine geschmackvolle einheitliche Kleidung angeschafft, die zwischenzeitlich wiederholt der veränderten Mode und neuen Geschmacksrichtungen angepaßt wurde.

Nach einer Pause von 7 Jahren veranstaltete der Volks-Chor am 20. Mai 1979 wieder einmal ein eigenes Konzert in der Turnhalle. Und 1981 folgte erneut ein Konzertabend.

Aber auch auf den Sängerfesten der Umgebung war man in diesen Jahren immer wieder präsent. Walldorf, Gaiberg, Spechbach und Baiertal, Peterstal und Neckargemünd, sowie Mauer und beim Liederkranz Bammental waren nun die einzelnen Stationen.

Im Jahr 1982 wurde unter Peter Fabians Leitung das 60-jährige Jubiläum gefeiert. Am 15. Oktober 1982 fand das Festbankett statt. Am 16. Oktober veranstaltete der Volks-Chor dann erstmals ein Wunschkonzert. Aus 71 Liedvorschlägen konnte dabei die Bevölkerung über abgegebene Wunschlisten das Programm selbst gestalten. Auch dieses Konzert, bei dem die Sitzplätze in der Turnhalle bei weitem nicht ausreichten, reiht sich ein in die großen Konzerte der Vereinsgeschichte. Mit einem ehrenvollen Totengedenken am 17. Oktober 1982 am Ehrenmal endeten diese Jubiläumsveranstaltungen.

Das Jahr 1983 brachte in Bammental schließlich die lang erwartete Einweihung der neuen Eisenzhalle. Dabei nahm auch der Volks-Chor an der Einweihungsfeier am 25. November 1983 teil und beteiligte sich ebenfalls am großen Gemeinschaftskonzert der Bammentaler Vereine am 27. November 1983 mit seinem Gemischten Chor und Frauenchor.

Zwischenzeitlich hatte man aber auch wieder das Vereinslokal gewechselt. Im Jahr 1980 war der Volks-Chor umgezogen in das neu erbaute Gasthaus „Ratsstube", in dem er nun die nächsten Jahre seine Chorproben abhalten sollte.

Neue Satzung und Großkonzerte
in der Elsenzhalle 1984 - 1989

In der Generalversammlung 1984 gab Peter Fabian die Leitung des Vereins als 1. Vorsitzender ab. Für seine besonderen Verdienste und seine erfolgreiche Arbeit als 1. Vorsitzender 1978 bis 1984 und bereits als 2. Vorsitzender von 1969 bis 1978 wurde ihm die goldene Vereinsnadel verliehen.

Als neuen 1. Vorsitzenden wählten die Mitglieder nun Karl-Heinz Herbold und zu seinem Stellvertreter Ronald Stoll.

Unter dem Vorsitz von Karl-Heinz Herbold wurde 1984 erstmals ein Maskenball in der neuen Elsenzhalle veranstaltet.

1985 stand wieder einmal der Wechsel des Vereinslokals auf dem Programm. Aus der Ratsstube fand man den Weg wieder zurück in den Schützenhof.

Vor allem aber auf musikalischem Gebiet geschah in den nun folgenden Jahren Entscheidendes. Neben der Teilnahme an Sängerfesten veranstaltete der Volks-Chor am 12. Mai 1985 in der Elsenzhalle ein Großkonzert unter Beteiligung des Städtischen Orchesters Heidelberg und befreundeter Vereine aus Östringen und Hockenheim unter dem Titel „Von Mozart bis Brahms".

Bereits 1986 gab es aber erneut einen Wechsel im Vorsitz des Vereins. Der seitherige 2. Vorsitzende Ronald Stoll übernahm in der Generalversammlung 1986 das Amt des 1. Vorsitzenden. Karl-Heinz Herbold, bereits 1980 bis 1984 2. Vorsitzender, übernahm erneut dieses Amt.

1986 konnte wieder einmal ein Super-Sommernachtsfest durchgeführt werden. Dafür hatte Petrus allerdings im Folgejahr 1987 keinerlei Erbarmen mit dem Volks-Chor. Erst am dritten Ausweichtermin konnte das Fest schließlich durchgeführt werden. 1989, bei 40. Sommernachtsfest, wurden die Gäste durch ein großartiges Jubiläumsfeuerwerk im Waldschwimmbad überrascht, für das es großen Beifall gab.

Es wurden nun auch wieder mehrtägige Vereinsausflüge in Angriff genommen. In den Jahren 1986 bis 1989 ging es unter der Regie des 1. Vorsitzenden an die Mosel und nach Trier, an den Kaiserstuhl und ins Elsaß, ins Fichtelgebirge und ins Allgäu.

Da die alte Vereinssatzung aus dem Jahr 1950 zwischenzeitlich veraltet war, wurde durch die Vorstandschaft eine neue Vereinssatzung erarbeitet und auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. Oktober 1986 verabschiedet.

In musikalischer Hinsicht beteiligte sich der Volks-Chor 1986 und 1989 an den Bezirkskonzerten des Sängerbezirkes Kleiner Odenwald und nahm an den Sängerfesten in Wiesenbach, Mauer, Meckesheim und Steinsfurt teil. Der Frauenchor trat beim Frauenchortag 1987 in Eppelheim und bei einem Frauenchortreffen 1989 in Rastatt auf, der Gemischte Chor beim Weinliedersingen 1988 in Wiesloch. Die Teilnahme an einem Konzert im Rokoko-Theater des Schwetzinger Schlosses am 26. September 1987 war dabei für den Verein ein ganz besonderes Ereignis.

Den Höhepunkt der musikalischen Arbeit in diesen Jahren bildete aber erneut ein Großkonzert in der Eisenzhalle am 10. Mai 1987 unter dem Titel „Heiteres aus Oper und Operette". Dieses Konzert, über das die „Rhein-Neckar-Zeitung" befand:

Man kann resümierend feststellen, daß den vielen Zuhörern ein musikalisches und darstellerisches Erlebnis zuteil wurde, das in unserer perfektionistisch sich gebenden Zeit rar und einmalig ist.

war mit rund 600 Besuchern das bis heute größte und erfolgreichste Konzert in der Vereinsgeschichte. Neben den Chören des Vereins, einem befreundeten Chor aus Östringen, dem Städtischen Orchester Heidelberg und der Ballettschule Lerchbaumer wirkte auch der Chor der Grund- und Hauptschule Bammental, und als Solist, Karlheinz Herr vom Nationaltheater Mannheim, mit. Mit „Der Singschule" aus Zar und Zimmermann wurde an diesem Abend ein absoluter Glanzpunkt gesetzt.

Doch auch die Winterfeiern mit den regelmäßigen Aufführungen der Laienspielgruppe trugen dazu bei den guten Ruf des Volks-Chors weiter auszubauen. Nachdem zwischenzeitlich Käthe Giebeler die Leitung der Gruppe übernommen hatte, wurden 1986 mit „Wenn der Hahn kräht" und 1987 mit „Die Veteranen" wieder zwei weitere Treffer gelandet. In der Winterfeier 1988 konnte dann auch das 10-jährige Jubiläum des Frauenchors begangen werden.

Der Volks-Chor seit 1990

Im Januar 1990 übernahm der heutige 1. Vorsitzende des Volks-Chors, Thomas Kunz, die Leitung des Vereins.

Im gleichen Jahr trennte man sich vom Dirigenten des Gemischten Chors, Siegfried Spielmann, dessen Nachfolger bis 1996 in Marius Ta-nasescu aus Hirschhorn gefunden wurde. Nach dessen Abschied konnte mit Gerhard Baust aus Nußloch für den Gemischten Chor ein neuer Dirigent verpflichtet werden, der bei den Sängerinnen und Sängern in kürzester Zeit große Beliebtheit und Anerkennung fand. Unter seiner menschlich wie fachlich hervorragenden Leitung sollen nun die Weichen für die kommenden Jahre in musikalischer Hinsicht gestellt werden. Der Frauenchor wird seit seiner Wiedergründung bis heute von Gisela Weißer nach wie vor sehr erfolgreich geleitet. Der Beifall und die Bewertungen bei Sängerfesten, Chortreffen oder sonstigen öffentlichen Auftritten sprechen dafür eine deutliche Sprache.

Am 29. November 1992 fand in der Turnhalle zum 70-jährigen Bestehen des Vereins ein Jubiläumskonzert statt. Über 300 Gäste erlebten dabei wieder einmal einen gelungenen Querschnitt bekannter und beliebter Opern- und Operettenmelodien.

Das 15-jährige Frauenchorjubiläum konnte 1993 gefeiert werden. In Zusammenhang mit einem großen Frauenchortreffen fand es am 16. Oktober in der Elsenzhalle statt.

Daneben konnte man die Chöre des Vereins aber immer wieder bei den Sängerfesten und Chortreffen der näheren und weiteren Umgebung hören. Gaiberg 1990, Frauenchortreffen in Ziegelhausen 1990 und Eppelheim 1991 stehen dafür genauso wie Freundschafts- oder Wertungssingen in Aglasterhausen, Schwanheim, Mühlhausen, Fürth, Reichelsheim, Rot, Mönchzell, Elsenz, Sandhausen, Waldwimmersbach oder Viernheim und Leimen, um nur einige zu nennen. 1993 beteiligte man sich an den Jubiläen von MGV Sängerbund und MGV Liederkranz am Ort und der Frauenchor war zusätzlich bei den 1993 in Mühlhausen und beim Frauenchorsingen 1994 in Bad Rappenau vertreten.

Ab 1994 beschloß der Volks-Chor bei seinen Vereinsausflügen die neuen Bundesländer in Ostdeutschland zu besuchen und kennen zu lernen. Unter der Regie von Ronald Stoll begann damit eine Ausflugsreihe, die den Verein 1994 nach Sachsen ins Elbsandsteingebirge und nach Dresden, 1995 in den Harz, nach Quedlinburg und Magdeburg in Sachsen-Anhalt und schließlich 1996 nach Brandenburg in den Oberspreewald und nach Cottbus führte. Die Mecklenburgische Seenplatte und Schwerin werden nun 1998 auf dem Programm des Vereinsausfluges stehen, dessen Vorbereitungen bereits angelaufen sind.

1994 nahm auch der Volks-Chor an den Aufnahmen zu einer Musikkassette der Bammentaler singenden und musizierenden Vereine teil, die bei der 1225-Jahrfeier Reilsheims vorgestellt wurde. Bei dem dabei am 3. und 4. September 1994 veranstalteten Straßenfest rund um das Reilsheimer Dörndl beteiligte man sich natürlich auch am Programm und betrieb in der Fabrikstraße einen Wirtschaftsstand.

Der Wechsel des Vereinslokals stand allerdings auch wieder einmal an. Vom Schützenhof wurde nun umgezogen in den Vereinsraum der Turnhalle. Hier finden jetzt dienstags die regelmäßigen Chorproben und anschließenden gemütlichen Zusammenkünfte statt.

Die größte Veranstaltung im jährlichen Terminkalender des Volks-Chors, sein Sommernachtsfest, sprengte 1995 alle bisherigen Rekorde. Es war damit seit 1949 die bisher absolut erfolgreichste Veranstaltung, die im Waldschwimmbad abgehalten werden konnte.
Und auch die Winterfeier des Vereins im Dezember hat hauptsächlich durch die Aufführungen der Laienspielgruppe bis heute nichts von ihrem Reiz verloren und gehört zu den gerne besuchten Veranstaltungen, die der Volks-Chor in seinem jährlichen Veranstaltungsprogramm anbietet. Die derzeitigen Mitglieder der Laienspielgruppe Inge Schlaback, Monika Bitsch, Sandra Fabian, Ronald Stoll, Peter Fabian, Hans-Jürgen Siffling, Karl-Heinz Herbold und Friedrich Welz konnten, unter der bewährten Leitung von Käthe Giebeler, auch 1993 mit „Der Blechschaden", 1994 mit „Die Zwangseinquartierung" und 1995 mit „Das Vorkaufsrecht" ihr Publikum begeistern und Lachsalven hervorrufen.

Aber auch im Jubiläumsjahr 1997 wird der Verein durch seine gesanglichen und geselligen Veranstaltungen zeigen, daß er einer der maßgeblichen Kulturträger unserer Gemeinde ist. Mit den Jubiläumsveranstaltungen vom 23. bis 25. Mai 1997, bei denen neben den teilnehmenden Bammentaler Vereinen, auch viele auswärtige Chöre zum Wertungs- und Freundschaftssingen nach Bammental kommen, soll deutlich werden, daß die Arbeit des Volks-Chor Bammental-Reilsheim e.V. auch im 75. Jahr seines Bestehens im Sinne des Ausspruches. „Allzeit zum deutschen Lied bereit" zielgerichtet und erfolgreich in die Zukunft gerichtet ist.